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In
jedem Sommer verwandelt sich die friedliche Stadt Bayreuth in ein Mekka
der Musikbegeisterten und des internationalen Jet-Set; sie empfängt die
Ströme mehrerer zehntausend Touristen, Musikinteressierter und natürlich
Richard-Wagner-Fans. In der Saison 2001 wurde an diesem für die Musik
so wichtigen Ort bereits der zweite Teil eines interessanten Projektes
vorgestellt: Zauber Amazônia. Der Bariton Renato Mismetti und der Pianist Maximiliano de Brito traten in dem wunderschönen, in seiner
prachtvollen Rokoko-Architektur fast vollständig erhaltenen, weltweit
vielleicht schönsten Opernhaus auf, das die Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth Mitte des 18.
Jahrhunderts hatte bauen lassen. Die beiden Künstler präsentierten ein
im Prinzip vollständig brasilianisches Programm. Im Prinzip – das könnte ohne Kenntnis des Kontextes merkwürdig klingen. Schon der im Jahre 2000 am gleichen Orte präsentierte erste Teil des Projektes Poesie&Musik hatte neben traditionellem brasilianischem Kunstlied-Repertoire weltweit erstmals die Verbindung aus Vertonungen europäischer Lyrik durch brasilianische Komponisten wie auch brasilianischer Lyrik durch europäische Komponisten als Uraufführungen im gleichen Programm vorgestellt. Grundgedanke dessen ist der schöpferisch fruchtbare und möglichst enge Kontakt zwischen den Kulturen geographisch so weit entfernter Länder. Das Jahr 2001 brachte die Fortsetzung dieses Projektes, der Titel Brasilianische Klänge bezieht sich gleichmaßen auf Musik wie auf Sprache – Brasilianische Kultur ist so in jedem Beitrag des Programms gegenwärtig.Renato
Mismetti,
vor einigen Jahren Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes,
gab gemeinsam mit Maximiliano de Brito
beim Internationalen Jugend-Festspieltreffen im
Jahre 1994 einen Kurs zur Interpretation des brasilianischen
Kunstliedes. Diesem Kurs kommt historische Bedeutung zu, denn er rückte
diese Kunstgattung zum ersten Mal ins Rampenlicht eines in Europa
stattfindenden internationalen Festivals. Zugleich war er Grundlage für
den heute gefestigten Ruf des Duos als Botschafter der
brasilianischen Kultur. |
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Apollon-Stiftung |